Migrantinnen im Blick: Deutsches Asyl- und Ausländerrecht geändert

Der deutsche Bundestag hat letzten Donnerstag mit den Stimmen der Koalition umfangreiche Änderungen des Asyl- und Ausländerrechts beschlossen. Das Gesetzespaket, das elf EU-Richtlinien in nationales Recht umsetzt, sieht unter anderem ein Bleiberecht für langjährig geduldete Flüchtlinge vor. Der Ehegattennachzug setzt neu einfache Deutschkenntnisse voraus.

 

FDP verlangt Integrationsgesetz

Die FDP des Kantons Zürich will die Integration der hier lebenden Ausländerinnen und Ausländer stärker vorantreiben. Sie legt dem Kantonsrat am 19. Juni eine parlamentarische Initiative mit einem ausformulierten kantonalen Integrationsgesetz vor.

 

«Es gibt eine Verhärtung in Asylfragen»

Ende Juni geht Heks-Geschäftsleiter Franz Schüle in Pension. Er stand 25 Jahre im Dienste des Hilfswerks. In einem Interview mit dem Zürcher Tages-Anzeiger sprach Schüle von einer „klaren Verhärtung in der Asylfrage“.

 

Moscheen hier wie Kirchen dort?

Graz. "Solange Christen sich in fast allen islamischen Ländern verstecken müssen, sollten Muslime in Ländern wie dem unseren auf städtebaulich dominante Moscheen verzichten": Dies betonte der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari in einem Presseinterview. Er sei "selbstverständlich dafür", dass Muslime - "wenn sie die demokratische Rechtsordnung repräsentieren" - auch in einem christlich geprägten Land gemeinsam beten können und dafür geeignete Räume haben. Er ...

 

Umtriebiger Vermittler zwischen den Kulturen

Taner Hatipoglu, der Sprecher der muslimischen Gemeinschaften, setzt auf friedliche Koexistenz. Wird in Zürich und der weiteren Umgebung über den Islam und die Stellung der Muslime in der westlichen Welt diskutiert, ist Taner Hatipoglu meistens zur Stelle. Der türkischstämmige Informatiker setzt sich als Vizepräsident der Vereinigung der Islamischen Organisationen Zürich (VIOZ) für kulturübergreifende Verständigung ein.

 

Wie säkular soll die Schweiz bleiben?

Unsere Gesellschaft und ihre staatlichen Strukturen sind schlecht auf die interreligiöse Situation vorbereitet, wie wir sie heute in der Schweiz haben. Eine Tagung entwickelte dazu neue Perspektiven.

 

Rettung aus Seenot

Ngô Bá Tao, Pastor unter vietnamesischen Landsleuten in der Schweiz, lebt seit 26 Jahren in unserem Land. Als Flüchtlinge («boat people») verliessen er und seine Frau Thi My Hanh mit ihrem kleinen Sohn am 15. Juni 1979 Vietnam. Ngô Bá Tao berichtet uns, wie Gott sie dabei aus grosser Seenot gerettet und später Schritt für Schritt auf ihrem Weg zum vollzeitlichen Dienst bei MEOS Svizzera geführt hat.

 

Bundesrat will Zwangsehen nicht strenger bestrafen

Bern. Frauen in einem fremden Land, mit einem fremden Mann verheiratet und todunglücklich: der Skandal von Zwangsehen beschäftigt die Öffentlichkeit zunehmend. Doch der Bundesrat will das geltende Strafrecht durchsetzen und vorerst keine weiteren Massnahmen ergreifen. Er folgte dem Antrag von Justizminister Blocher. Erzwungene Heiraten bedeuteten eine Nötigung und diese werde von Amtes wegen verfolgt. Die Landesregierung stellt eine Vorschrift zur Diskussion, die Zivilstandsbeamten ...

 

Berner Leitfaden zu religiösen Symbolen in Schulen

Ein achtseitiger Leitfaden der Erziehungsdirektion des Kantons Bern soll Klarheit für den Umgang mit religiösen Symbolen und Traditionen in den Berner Volksschulen schaffen.

 

"Rat der religiösen Führer" in Belgien gegründet

Brüssel. In Belgien gibt es künftig einen Rat der religiösen Führer des Landes. Ziel sei es, den Dialog der Religionen untereinander und mit den Behörden zu führen, berichteten belgische Medien am Mittwoch. Christliche Kirchen, Muslime, Juden, Hindus, Buddhisten und Sikhs entsenden Vertreter. Zwar seien noch nicht alle religiösen Strömungen dabei, aber der neue Zusammenschluss stehe auch anderen spirituellen Richtungen offen. Die Initiative zu der Gründung ging laut Bericht von der ...