- Wer Korane verbrennt, hat das Evangelium nicht verstanden

Wer Korane verbrennt, hat das Evangelium nicht verstanden

Medienmitteilung

 

SEA verurteilt die geplante Koranverbrennung in Gainesville (Florida)

 

Wer öffentlich Korane verbrennt, hat die christlichen Botschaft nicht verstanden. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) stellt sich entschieden gegen den Aufruf von Terry Jones, den 11. September als Internationaler Tag der Verbrennung des Korans zu begehen. 

 

Zürich, 10. September 2010 (hjl/th) - Der Aufruf eines amerikanischen Pastors einer kleinen christlichen Kirche in Florida, den 11. September als Internationalen Tag der Verbrennung des Korans auszurufen und am morgigen Samstag eine Anzahl dieser Bücher zu zerstören, hat weltweit Aufmerksamkeit erregt. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) stellt sich entschieden gegen ein solches Vorhaben und schliesst sich damit der Meinung der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) an. 

 

Wer solche Dinge tut, habe die geniale Botschaft des Evangeliums nicht verstanden, ist die SEA überzeugt. Das Evangelium sei eine Botschaft der Versöhnung mit Gott und ein Angebot Gottes an den Menschen, in einer persönlichen Beziehung mit ihm zu leben, so die SEA. Dieses Leben gelte es mit andern zu teilen. Korane zu  verbrennen habe mit einem glaubwürdigen Leben des Evangeliums nichts zu tun. Im Gegenteil: Solche Aktionen würden nur zu Mord und Totschlag provozieren.

 

Keine Rache

Die SEA ermahnt Christen, nicht Gleiches mit Gleichem vergelten zu wollen. Auch dann, wenn Christen in Islamischen Ländern immer wieder diskriminiert, verfolgt oder um ihres Glaubens willen gar getötet würden oder muslimische Extremisten den politischen Islam mit terroristischen Mitteln zu erreichen versuchten. Gleichzeitig wird sich die SEA weiterhin für die Verfolgten einsetzen, mit Petitionen, Einsprachen und Kampagnen auf Missstände hinweisen und Menschenrechte einfordern.  

 

Freundschaften statt Buchverbrennungen

Die SEA ruft Christen in ihrer heute veröffentlichten Botschaft zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag auf, vermehrt Leben zu teilen: Nächstenliebe zu üben, ihre Häuser zu öffnen und zu Orten der Freundschaft zu machen. Menschen aus anderen kulturellen und religiösen Hintergründen sollen in der Schweiz nicht nur Gelegenheit erhalten, sich mit den Inhalten des christlichen Glaubens vertraut zu machen, sondern insbesondere die Auswirkungen eines vom Evangelium geprägten Lebens spüren können. 

 

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, evangelischen Freikirchen und christlichen Organisationen. In der Romandie tritt der französischsprachige Teil der Evangelischen Allianz unter dem Namen „Réseau évangélique Suisse“ (RES) auf. Die SEA besteht gesamtschweizerisch zurzeit aus 77 lokalen Sektionen mit rund 550 Gemeinden und 150 christlichen Organisationen. Die Basis der SEA wird auf rund 250 000 Personen geschätzt. Die SEA ist eine von weltweit 128 nationalen Evangelischen Allianzen mit schätzungsweise 420 Millionen Gleichgesinnten.

 

Für weitere Auskünfte steht Hansjörg Leutwyler, 079 671 07 06 gerne zur Verfügung.

 

Präsident: Dr. Wilf Gasser, Josefstr. 32, 8005 Zürich (Tel. 079 645 29 44)

Zentralsekretär Hansjörg: Leutwyler, Josefstr. 32, 8005 Zürich (Tel. 043 344 72 00, 
079 671 07 06)

Kommunikation: Thomas Hanimann, Josefstr. 32, 8005 Zürich (Tel. 043 366 60 82)

 

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