Fastengebet - Bringen die 30 Tage den Durchbruch?

Fastengebet

Bringen die 30 Tage den Durchbruch?

 

Während dem Ramadan befolgt ein Moslem eine der fünf Anforderungen Allahs. Die Schweizerische Evangelische Allianz und ein konvertierter Moslem erklären, wieso es für Christen gerade jetzt wichtig ist, für die islamische Welt zu beten.

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Paulus fordert uns Christen im 1. Timotheusbrief 2,1 auf, für alle Menschen zu beten und unsere Bitten, Wünsche, Anliegen und Dank vor Gott zu bringen. Dies soll zum Frieden untereinander und zur Aufrichtigkeit gegenüber unseren Mitmenschen beitragen.

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) betreut das Projekt «30 Tage Gebet für die islamische Welt», welches in der Fastenzeit des Ramadan im August stattfindet. Hansjörg Leutwyler, Zentralsekretär der SEA, sagt: «Das Gebetsheft soll dazu beitragen, dass Christen Moslems offener ansprechen und Beziehungen zu ihnen natürlicher werden. Es soll Inspirationen für das Gebet vermitteln.»

Das Gebetsheft, mit einer Auflage von über 20 000 Exemplaren, möchte das Verständnis für muslimische Kulturen fördern, informiert über die Verschiedenartigkeiten ihrer Lebensweisen und regt zum Gebet an. «Muslime sind keine Bekehrungsobjekte. Wir beten und bitten Gott, dass er ihnen in Jesus Christus begegnet.» Leutwylers Vision: «Die Barriere zu Fremden abbauen, die in unserem Land leben, auf sie zugehen und Freundschaft mit ihnen schliessen.»

Gott spricht durch Visionen

Dilshad Tofik lebt seit 1997 in der Schweiz. Er hatte in den Bergen an der Grenze zum Iran für die Freiheit des kurdischen Volkes gekämpft. Er wollte schon früh Antworten auf seine Fragen erhalten, die der Koran und die Widersprüche, die er darin fand, auslösten.

In der Schule und zu Hause bekam er jedoch nur Schläge. Er stiess sich auch an der Ungleichheit zwischen Mann und Frau bei der Erbschaft und die Aufforderung des Korans, dass Männer die Frauen körperlich züchtigen sollen, wenn sie sich nicht unterordnen. Auf der Suche nach der Wahrheit kam er in die Schweiz, wo er von einem Asylantenbetreuer eine arabische Bibel erhielt. Darin fand er den Frieden, den er so lange gesucht hatte. Sein Leben bekam eine radikale Wende.

Vorbild und Gebet

Heute ist Dilshad Tofik Pastor (Hirte, wie er sich selber bezeichnen würde) einer kleinen kurdischen Gemeinde und arbeitet als Übersetzer und für das Hilfswerk «Spiis und Gwand» in Oftringen, wo bedürftige Menschen Kleider und Nahrung erhalten.

Er spricht mit vielen Menschen im Bistro und verteilt Bibeln. Er möchte Schweizer Christen ermutigen, für Moslems zu beten, mit ihnen in Beziehung zu stehen und ihnen die Möglichkeit zu geben, die Schweizer Kultur kennen zu lernen.

Durch das Vorbild von Christen und durch das Gebet kann etwas bewirkt werden. In arabischen Ländern, wo die Verbreitung des Evangeliums nicht erlaubt ist, haben viele Moslems Träume und Visionen, in denen sie Jesus begegnen. Unser Gebet soll deshalb sein: «Dass ihnen die Augen aufgemacht und Herzen berührt werden. Und das kann nur Gott schenken.» Davon ist Tofik überzeugt.

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Autor: Martina Schnidrig
Quelle: ideaschweiz

Dilshad Tofik ist Mitarbeiter von MEOS Svizzera

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