- Der Integration von Flüchtlingen die Tür öffnen

Der Integration von Flüchtlingen die Tür öffnen

Christliche Gemeinden sind heute oftmals überfordert im Umgang mit Flüchtlingen. Eine neue Beratungsstelle der SEA will die Integration von Flüchtlingen fördern und Gemeinden für diese Aufgabe ausrüsten.

Die Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) hat eine Anlaufstelle für religiös verfolgte Flüchtlinge geschaffen: die Beratungsstelle für Integrations- und Religionsfragen (BIR). Asylsuchende, die in ihrer Heimat verfolgt werden, weil sie an Jesus Christus glauben, finden hier Beratung und Hilfe.

Positives Treffen mit Bundesamt
«In letzter Zeit haben sich einige Gemeinden an die SEA gewendet, weil sie mit Asylsuchenden konfrontiert wurden und nicht wussten, wie sie helfen könnten», berichtet Andreas Maurer aus Uster. Der 60-Jährige ist Islam- Experte beim Aktionskomitee für verfolgte Christen (AVC) und Koordinator der Beratungsstelle.
Das Hauptziel der BIR sei, mit den Behörden so offen und so eng wie möglich zusammenzuarbeiten. Ein erstes Treffen im Dezember mit dem Bundesamt für Migration sei positiv verlaufen, erklärt Maurer. Die BIR habe durch die sieben Hilfswerke, die der Arbeitsgemeinschaft angehören und auf verfolgte Christen spezialisiert sind, Kontakt zu Fachleuten in den Herkunftsländern der Flüchtlinge. Davon profitiere auch das Bundesamt, wenn es Flüchtlinge zurückschaffen müsse.

Gemeinden fehlt Erfahrung
Maurer gibt zu bedenken, dass viele Schweizer wenig Ahnung hätten, was es bedeute, in einer fremden Kultur Fuss fassen zu müssen: «Migranten haben oftmals keine Kontaktpersonen inder Schweiz. Mit der Beratungsstelle wollen wir eine aktive Integration fördern und christliche Gemeinden befähigen, Migranten besser zu unterstützen und zu begleiten.» Viele Gemeinden wollten mehr tun für Flüchtlinge, doch fehle es an Ressourcen und an Erfahrung. Die BIR steht den Lokalgemeinden mit Fachwissen und Fachberatern zur Seite. Ausserdem ist geplant, für christliche Gemeinden Seminare und Schulungen zum Umgang mit Flüchtlingen anzubieten. Maurer: «Wir wollen Gemeinden ausrüsten, um wirkungsvoller und effektiver mit diesen Menschen umzugehen. Unsere Nächsten zu lieben bedeutet, ihnen zu helfen, sich in unserer Kultur zuhause zu fühlen.» Man lege Wert darauf, dass sich die Migranten lokalen Gemeinden anschliessen, sich also integrieren statt in Parallelgesellschaften zu leben, betont der Koordinator.

www.agr-glr.ch
E-Mail der Beratungsstelle: bir@each.ch

Quelle: Idea Magazin, Christian Bachmann


 

Author: Christian Bachmann
Quelle: Idea Magazin

Angehängte Dateien

AnhangGröße
120613_COM_GründungBIR_AGR_0.pdf218.63 KB

Sprachen