Interkulturelle Weihnachtsfeier - Gott zeigt sich suchenden Menschen

Interkulturelle Weihnachtsfeier

Gott zeigt sich suchenden Menschen

Wieso nehmen diese Menschen an einer christlichen Weihnachtsfeier teil? Für Beat Moser, Mitgründer der AfA (Arbeitsgruppe für Ausländer) und visionärer Realist, ist klar: «Einerseits ist es die Festlichkeit, das Essen und die  Gemeinschaft. Andererseits sind die Menschen auf der Suche nach einem lebendigen Gott.»

Staunen über Gottes Kreativität
Der Theologe Markus Frauchiger lebte 17 Jahre in Pakistan. Er kann nachvollziehen, wie man sich in einem fremden Land fühlt. «Wenn ich in diesen Raum schaue und die Verschiedenartigkeit von euch allen sehe, staune ich über die Kreativität Gottes», begrüsste er die Versammelten. Tigrina, Chinesisch, Kurdisch, Türkisch, Farsi sind einige der Sprachen, die an diesem Nachmittag gesprochen werden. In seiner Weihnachtsbotschaft erzählte  Frauchiger die Geschichte der Geburt Jesu: Jesus das Licht, die Hoffnung und der Friede der Welt.

Die Bläser und der Chor der GfC zauberten mit ihren Beiträgen weihnachtliche Stimmung in den Saal. «Amazing Grace» oder «O Come All Ye Faithful» (Herbei, oh ihr Gläubigen) erbrachten den Beweis, dass auch eine bunt zusammengewürfelte Menschenschar andächtig sein kann. Bei der Ankündigung des Essens hob sich der Geräuschpegel dann merklich.

Insgesamt waren 50 freiwillige Mitarbeitende im Einsatz, davon 22 in der Kinderbetreuung. Viel Geduld wurde vor allem von den Helfenden im Taxidienst gefordert. «Unser Schweizer Zeitgefühl unterscheidet sich einfach von  dem anderer Kulturen», erzählt ein Fahrer augenzwinkernd. Für Beat Moser war es die letzte interkulturelle Weihnachtsfeier als Präsident der AfA. Einen Nachfolger konnte er noch nicht nennen. Moser ist Englischlehrer an  höheren Institutionen, unterrichtet Deutsch für Ausländer – und bleibt wohl für immer ein Freund der Fremden.

 

Author: Gabi Weyermann
Quelle: IDEA

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