- LAVDI ZOTIT - Ehre Sei Gott

LAVDI ZOTIT - Ehre Sei Gott

Die unbeliebten Albaner in der Schweiz

Wussten Sie, dass 8% aller Kosova Albaner in der Schweiz leben? Insider der Szene schätzen die Zahl auf mindestes 200'000. Es gibt also mehr Albaner in der Schweiz als Bündner.
Und genau diese Albaner werden von vielen Bewohnern in unserem Land als Ursache für viele gesellschaftliche Probleme wahrgenommen. Kriminalität, Drogen, Prostitution, illegale Machenschaften, jugendliche Schlägertruppen sowie das „Macho-Auftreten" einiger sorgen wöchentlich für Negativ-Schlagzeilen. Was das Fass für viele Schweizer zum Überlaufen bringt: 90 % dieser Albaner sind Muslime und damit die bei weitem grösste islamische Volksgruppe in der Schweiz. In der Beliebtheitsskala belegen die Albaner seit mehr als einem Jahrzehnt den letzten Platz. Nur gut, dass es in dieser Skala keine offizielle „ich-hasse-dich"-Rubrik gibt!

Ich persönlich kenne Albaner in der ganzen Schweiz, darunter Professoren, Ärzte, Schriftsteller sowie auch ganz gewöhnliche Arbeiter. Kommt man mit ihnen in einen etwas tieferen Kontakt, merkt man schnell, dass auch Albaner wunderbare Menschen sein können. Es bewegt mich enorm, dass wir Schweizer diesen Leuten so oft ausweichen. Selbst wenn es um das Evangelium geht, haben wir ihnen häufig nichts zu sagen. Es gibt nur eine Handvoll Menschen, die versuchen, in der Schweiz lebenden Albanern die gute Nachricht von Jesus zu vermitteln. Gerade unter diesen bevölkerungsstarken Gruppen wie den Albanern, Türken und bosnischen Muslimen gibt es auch keine christliche Gemeinde in unserem Land.

Grosses Interesse am christlichen Glauben

Es ist meine Leidenschaft, albanischen Muslimen von Jesus zu erzählen. Wir stossen immer mehr auf positive Echos, und einige unter ihnen glauben auch an Jesus Christus. Darunter sind vermehrt auch sogenannte „Problemfälle". Es ist ein tief greifendes Erlebnis bei einem Gefängnisbesuch zu erleben, wie Albaner unter Tränen ihre Fehler bekennen und fragen, ob Gott ihnen verzeihen kann.
Mittlerweile kennen wir ungefähr 50 albanische Christen in der Schweiz - Tendenz steigend!

Die allermeisten Albaner haben die gute Nachricht aus der Bibel noch nie gehört. Ich stelle in meinem Alltag immer wieder fest, wie interessiert gerade Muslime sind, wenn wir ihnen von Jesus erzählen.

Ermutigungstag in Volketswil

Am 9.9.2007 organisierte das „Albanische christliche Netzwerk" in der Waldhütte Volketswil zum zweiten Mal einen Ermutigungstag für alle albanischen Christen in der Schweiz. Gott gab uns die Vision, diese Leute miteinander zu vernetzen und einander bekannt zu machen. Wohl kaum kamen in der Schweiz jemals so viele Albaner auf einmal zusammen um Gott in ihrer Sprache anzubeten. Viele dieser Christen waren bis dahin überzeugt, dass sie die einzigen in diesem Land wären. Einige staunten dann nicht schlecht, als 35 Gläubige kamen - leider waren einige noch verhindert.
Beim Grillieren wurden dann schnell neue Kontakte geknüpft. Einige Albaner kamen über das Staunen nicht mehr hinaus, als sie erfuhren was Gott in diesem Land unter ihren Landsleuten tut.

Ein Kosova-Albaner hatte sich vor ungefähr sieben Jahren Jesus hingewendet. Lange Zeit betete er, dass Gott ihm doch weitere Christen zur Seite stellen würde. So reiste er extra von Lausanne an um diese Zusammenkunft nicht zu verpassen. Als er erfuhr, dass es in Lausanne noch vier weitere Christen gibt, die ebenfalls Albanisch sprechen, fing sein Herz Feuer. Schon bald werden wir vom Netzwerk in Lausanne eine Zweigstelle gründen.

Auch andere Christen erzählten aus ihrem Leben. Vier Stunden waren bei weitem zu wenig Zeit um von allen zu hören... Natürlich gab es auch Worte der Ermutigung aus Gottes Wort. Wir wurden alle bestärkt in dem Glauben, dass Gott noch Grosses vorhat mit diesem Volk, welches hier in der Schweiz leider einen so schlechten Ruf geniesst.

Wachsendes christliches Albaner Netzwerk

Im März dieses Jahres gab Gott mir eine Vision, dass der Herr uns bis Ende Jahr 70 albanische Christen aufzeigen wird. Damals hatten wir eine Kontaktliste von 25 Namen in der Schweiz lebenden Christen, heute sind es weit über 50. Es ist interessant zu sehen, was Gott tut - es vergeht kaum eine Woche, in der wir nicht von neuen Kontakten und Gläubigen hören, andere kommen frisch zum Glauben.

Eines unserer Ziele für diesen Begegnungstag war, Albaner zu gewinnen sich aktiv am Netzwerk zu beteiligen. Viele sind bereit mitzuhelfen, sei es durch administrative Tätigkeiten, Gebet oder auch indem sie andere Albaner besuchen. Es gibt viel zu tun und wir sind herausgefordert an allen Fronten. Wir sind überzeugt, dass Gott diesen Ermutigungstag gebraucht hat, um neue Türen in der ‚albanischen Welt' hier in der Schweiz zu öffnen.

Beat Forster
Ist verheiratet und Vater von drei Kinder. 1992 zog Beat Forster und seine Familie mit Frontiers nach Albanien um dort eine Gemeinde zu gründen. Diese ist nun selbstständig und wird von Einheimischen geleitet. Nach 12½ Jahren führte Gott ihren Weg wieder zurück in die Schweiz. Weiterhin arbeitet Beat Forster mit Frontiers. Heute ist er in „Klein-Albanien" tätig: Weinfelden, Winterthur und Wil. Zusammen mit Freunden leitet er das christliche Albanische Netzwerk.
Beat Forster ist auch unser AGiK Albanisch Sprachgruppen-Koordinator

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