- Bundesgericht: Kopftuch steht Einbürgerung nicht im Weg

Bundesgericht: Kopftuch steht Einbürgerung nicht im Weg

Lausanne. Das Tragen eines Kopftuchs ist für sich genommen kein Grund, einer Frau die Einbürgerung zu verweigern. Das Bundesgericht hat den Rekurs einer Türkin gutgeheissen. Für die Aargauer Gemeinde Buchs war das Tuch ein sichtbares Zeichen der Unterwerfung der Frau unter den Mann, was der verfassungsmässig garantierten Gleichberechtigung widerspreche.

Das Bundesgericht aber sieht eine Nicht-Einbürgerung allein aufgrund des Kopftuchs als Ungleichbehandlung ohne qualifizierte Kriterien an. Das Kopftuchtragen als religiöses Bekenntnis sei grundsätzlich von der Glaubens- und Gewissensfreiheit geschützt. Auch könne nicht gesagt werden, dass ein Kopftuch allgemein eine Unterwerfung der Frau und damit mangelnden Respekt vor der Bundesverfassung zum Ausdruck bringe.

Quelle: Tagesanzeiger

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