- Refugee Highway - "Flüchtlingsstrassen"

Refugee Highway - "Flüchtlingsstrassen"

Menschen auf der Flucht

Millionen von Menschen befinden sich unterwegs auf dieser Strasse. Ende 2006 sprach man bereits von weltweit rund 32 Millionen, davon sind rund zehn Millionen «anerkannte Flüchtlinge»* sowie 750 000 «Asylbewerber»* und die Zahlen wachsen.Diese Menschen fliehen über Land-, See- und Luftwege. Sie fliehen wegen Krieg, Bürgerkrieg und ethnischer Vertreibung, wegen politischer oder religiöser Verfolgung, infolge von Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung, wegen Umweltkatastrophen und Hungersnot - kurz: aus Hoffnungslosigkeit. Man nennt sie Flüchtlinge, Asylsuchende, Vertriebene, Sans-Papiers (Papierlose).
Kaum eine Woche vergeht, ohne dass uns schlimme Berichte über diese Menschen erreichen, wie sie ihr Leben aufs Spiel setzen, um Europa zu erreichen. Von denjenigen, die versuchen, in die Schweiz zu gelangen, schaffen es nur die Allerwenigsten.

Festung Europa

Wegen der neuen Asylpolitik in der EU sind die Mauern der «Festung Europa» kaum noch zu überwinden. Ab Ende 2008 wird die Schweiz die gleichen Regeln übernehmen (Schengen- und Dublin-Abkommen). Die Mehrzahl der Flüchtlinge findet dadurch nur noch Aufnahme in ihren eigenen Nachbarstaaten und muss versuchen, unter sozial schwierigen Bedingungen zu überleben.
Die Schweiz hat ihre Kontrollen gegen unerwünschte Migranten und Flüchtlinge ausgebaut. Deshalb sinken die Zahlen der Asylbewerber in der Schweiz weiter. Flüchtlinge, die früher in unserem Land bleiben konnten, werden nur noch geduldet, wenn ihrer Abschiebung «rechtliche Gründe» entgegenstehen. Sie leben hier zum Teil seit Jahren unter Bedingungen, die ihre Menschenwürde verletzen und ihre Gesundheit gefährden. Und mit dem Inkrafttreten der neuen Asyl-, Ausländer- und Arbeitsgesetze am 1. Januar 2008 sind die Lebensbedingungen für einige nochmals schwieriger geworden.

Bedrückende Umstände

Diese Menschen finden wir in Heimen und Sammellagern. Sie leben isoliert von der übrigen Gesellschaft. Sie haben nur eingeschränkten Anspruch auf medizinische und soziale Leistungen. Sie werden entweder fremdverpflegt oder müssen mit Gutscheinen einkaufen. Viele leiden unter dem Ausbildungs- und Arbeitsverbot. Sie sehen sich tätlichen An- und Übergriffen ausgesetzt. Sie erleben oft eine monatelange Ausschaffungshaft und leben in ständiger Angst vor gewaltsamer Abschiebung.
Flüchtlinge sind Menschen in Not - sie brauchen Verständnis und Hilfe.

Internationale Vernetzung

Seit ein paar Jahren versucht «Refugee Highway Partnership» (RHP) auf internationaler Ebene alle Länder,in denen Christen auf Allianz-Basis unter Flüchtlingen arbeiten, zu vernetzen. Seit 2004 repräsentiert MEOS-Mitarbeiter, Jonathan Spörri, im Auftrag der AGiK und der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA die Schweiz bei dieser Partnerschaft. Vom 11. bis 14. Februar 2008 organisierte «im Dienst der Nationen» die fünfte Europa - RHP - Konferenz. Gastort war Walzenhausen AR in der Schweiz. Der Einladung folgten Vertreter aus acht verschiedenen Nationen Europas.

In seinem MEOS-Projekt «im Dienst der Nationen» (iDN) kann Jonathan viele der guten Ideen und Anregungen, die er im Gespräch mit den Partnern aus ganz Europa erhält, praktisch umsetzen. Von dieser Zusammenarbeit profitieren ebenfalls die Freunde der AGiK, weil sie mit entsprechendem Material versorgt werden. Das gilt auch für Sie, wenn Sie es wünschen. Melden Sie sich bitte!

Im Dienst der Nationen; Jonathan Spörri
idn@livenet.ch

* Quelle: Unhcr Statistical Yearbook, 2006

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