- 5 Jahre CM - 27. September 2008 - Tag der offenen Tür

5 Jahre CM - 27. September 2008 - Tag der offenen Tür

Die Vision entstand im Gebet

Dr. Andreas Maurer, Gründer von CM, hat immer die Wichtigkeit vom Gebet hervorgehoben. Eigentlich feierten wir am 27.September das 5 Jahresjubiläum von CM. Doch die Geschichte von CM beginnt schon im 1999 mit Gebet. Andreas Maurer (ein Schweizer), ein Deutscher und ein Ägypter trafen sich damals regelmässig zum Gebet, gemeinsam teilten sie das Anliegen "Muslimen zu begegnen". Im 2003 erweiterte sich diese Dreiergruppe mit Menschen mit demselben Anliegen. Das Team begann nun in der Öffentlichkeit aktiv zu werden.

Die Einwohneranzahl der Muslime steigt

In knapp 40 Jahren sind die Muslime in der Schweiz von 30 000 auf fast eine halbe Million Einwohner gewachsen. Mag dies ein Grund sein, dass CM bereits nach 5 Jahren einen Jubiläumstag organisierte, um den Gästen das Anliegen CHRISTEN BEGEGNEN MUSLIMEN noch vermehrt aufs Herz zu legen.

Jubiläumsangebote

Die grosse Besucherzahl war eine Ermutigung. In der Eingangshalle konnten sich die Leute mit guter Literatur eindecken. Auch haben sich hier die CM Partnerorganisationen präsentiert. Im nächsten Raum waren alle zum arabischen Tschai (Tee) willkommen. Beim Tschai wird nicht nur der Bauch, sondern auch das Herz und die Freundschaft warm. Dies darf weder in den meisten muslimischen Kulturen noch in der CM-Kultur fehlen. Im selben Raum zierten Plakate der CM-Gebetsgruppen die Wände, auf denen ihre Vision und ihre Gebetsanliegen vorgestellt wurden.
In den Büroräumen durften die Besucher den Video "More than dreams" anschauen und hören, wie der Herr in aller Welt Muslimen in Träumen und Visionen begegnet. Jesu Begegnung und sein Wirken unter ihnen soll auch uns anspornen mit seiner Hilfe vermehrt die Begegnung mit unseren muslimischen Nachbarn und Freunden zu suchen.

Am Mittag füllte sich der Essenssaal. Frauen aus verschiedenen Kulturen hatten tüchtig gekocht und uns mit ihren Spezialitäten verwöhnt.

"Ich kämpfte für Allah" Gastreferentin Johanna Al-Sain

Der Höhepunkt des Tages war wohl der Beitrag unserer Gastreferentin Johanna Al-Sain. Sie ist die Autorin des Bestsellers "Ich kämpfte für Allah". Aufgewachsen in einer normalen deutschen Familie heiratet sie einen Muslim und konvertiert zum Islam. Nichts kann ihren Glauben an den Islam erschüttern, bis sie mit der Bibel konfrontiert wird und Jesus findet.
Anschliessend erörterte Johanna Al-Sain die unterschiedlichen Typen von Muslimen. Sie unterscheidet 7 Gruppen, welche verschiedene Denkmuster aufweisen. Einige bezeichnen sich als Muslim aufgrund ihrer kulturellen Zugehörigkeit oder sind traditionell geprägt. Andere wiederum sind gläubig, aber legen den Koran nicht wie eine andere Gruppe kämpferisch aus. Es gibt Muslime, welche den Koran und die Sunna genau praktizieren wollen. Anderen ist die mystische Seite wichtig.

Bringen wir ihnen die gute Botschaft von Jesus?

Die Auswirkungen der Gottlosigkeit scheint die islamische Welt in den Problemen des Westens zu sehen: Die Orientierungslosigkeit unter Jugendlichen, Gewalt, Arbeitslosigkeit, Abtreibung, Scheidung, Isolation, Porno und damit der ganze Wertezerfall. Die Lösung dieser Probleme sehen die Muslime in der Aufgabe, die Menschen wieder zurück zu Gott zu bringen. Die richtige Gesellschaft kann nur die muslimische Gesellschaft sein. Die westliche Gesellschaft sei nicht frei und darum wollen sie uns diese gute Botschaft bringen. Bringen wir ihnen im Gegenzug die gute Botschaft von Jesus?

Wenn du einem Muslim begegnest, was tust du als Erstes?

Bete für ihn, lächle ihn an und sage Salam Alaikum. Jesus liebt die Menschen so sehr, dass er sein Leben für sie hingab. Das Denken von Christen ist jedoch oft von Angst geprägt: Minarette, Kopftuch, Islamisierung. Muslime spüren, wenn Christen von Angst oder Verpflichtung getrieben sind und dadurch wird der Aufbau einer Beziehung erschwert. Sehen wir die Muslime als anonyme Masse oder einzelne Menschen und sind an einer Beziehung zu ihnen interessiert? Frauen, welche Heilung nötig haben, gehen wir auf sie ein? Versuchen wir ihren Glauben zu verstehen? Und um auf Jesus hinzuweisen, kann auch der Koran als Referenz herangezogen werden.

Zum Schluss meinte Johanna Al-Sain: "Mach dir keinen Stress. Sei einfach bereit und sage dem Herrn: Hier bin ich, brauche mich!"

Autor: Hedwig Buchs

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