Netzwerk von afrikanischen Kirchen feiert - Dank-, Buss- und Bettag auf afrikanisch

Netzwerk von afrikanischen Kirchen feiert

Dank-, Buss- und Bettag auf afrikanisch

Am eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag geht es bunt, laut und fröhlich zu und her – mit Gebet für die Schweiz und viel afrikanischer Stimmung. Diesen Eindruck hinterlässt ein Blick in den Bienken-Saal in Oensingen an diesem Sonntagnachmittag.

Über 300 Personen - die Frauen farbig und die Männer in Schale mit Krawatte gekleidet – singen, tanzen, beten und feiern gemeinsam am 20. September 2015.

Jahresanlass der CEEAS

Es ist der wichtigste Festanlass des Jahres für die Conférence des Eglises Evangéliques Africaines en Suisse (CEEAS). Von den 13 aktiven Gemeinden sind die meisten vertreten. Diese Vereinigung vernetzt und unterstützt die afrikanischen Kirchgemeinden in der Schweiz in ihrem Glaubensleben. Doch „die CEEAS soll nicht Afrika in die Schweiz bringen, sondern die afrikanischen Stärken zum Geltung bringen“, wie der Generalsekretär Pasteur Martin Yongo im Anschluss an den Tag zum Ausdruck bringt. Die Vereinigung will einen Beitrag zur Integration der Mitglieder in das Gastland leisten und den Kontakt zu Schweizer Kirchgemeinden fördern.

Grusswort aus einer örtlichen Schweizergemeinde
So spricht es für sich, dass das erste Grusswort vom Pastor Rolf Brennwald der Freien Christengemeinde Olten überbracht wird. Unter ihrem Dach trifft sich die afrikanische Gemeinde La Main de l’Eternel. Diese Gemeinde ist es auch, die im Anschluss des Programms zum Essen einlädt und die ganze Infrastruktur für das diesjährige CEEAS-Fest bereitstellt.

Neuer Koordinator der Arbeitsgemeinschaft interkulturell stellt sich vor
Das zweite Grusswort ist von Ricardo Serrano, dem neuen Koordinator der Arbeitsgemeinschaft interkulturell der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Seine Biographie ist „interkulturell“ geprägt und so ist er hier als Latino bei den Afrikanern und in seiner neuen Funktion wohl am richtigen Ort.
Sicher aufgrund dieser ersten zwei Redner war für eine Teilnehmerin das interkulturelle Zusammensein an diesem Tag ein Höhepunkt.

GOTT im Hier und Jetzt in den Mittelpunkt stellen
Nach fast zwei Stunden viel fröhlicher Musik, lautem Mitsingen und Beten ergreift Shaba Nkoy, Pastor der Gemeinde La Main de l’Eternel das Wort.
Die Predigt, in der Pasteur Shaba Nkoy für einen Inhaltspunkt ca. 20 Minuten braucht, ist gespickt mit Beispielen aus dem täglichen Leben und gelegentlichen Ausdrücken auf Lingala. Das kommt bei den Zuhörern und Zuhörerinnen offensichtlich gut an: Es wird geklatscht, immer wieder „Amen“ gerufen und mitgefiebert, wenn der Pastor in Fahrt kommt.

GOTTES Programm oder unser eigenes?
Er hat allen Grund dazu, denn er fordert die Anwesenden auf, GOTT wirklich zum Mittelpunkt des eigenen Lebens zu machen – auch wenn die Schritte und Anweisungen seitens GOTTES auf sich warten lassen. Wie oft sind da wir – egal ob aus Afrika oder der Schweiz – versucht, „nachzuhelfen“ und unser eigenes Programm auf die Beine zu stellen. So werden die Anwesenden herausgefordert nachzudenken, ob sie im Dienst stehen, weil GOTT sie berufen hat oder weil es sie so gut dünkt.

Echos der Teilnehmenden
Genau diese Ernsthaftigkeit ist es wohl, die für zwei, drei Teilnehmerinnen solcher Tiefgang einer der Höhepunkte des Tages war. Für einige war das Gemeinsame, das Zusammensein sehr schön. Eine Person erwähnte die warme Atmosphäre und einem Teilnehmer gefiel am meisten, dass GOTT verherrlicht wurde.

Was nahmen die Anwesenden mit nach Hause? Ein paar Stimmen:
- „Wir sollen nicht nach Wunder jagen.“
- „Begeisterung für GOTT auf afrikanisch ist wunderbar.“
- „Ich soll mich nicht zu sehr sorgen, denn mein Leben ist nicht nur hier auf der Erde, sondern auch im Himmel.“
- „Wir sollen weiterbeten für die Kirchen, für den Leib CHRISTI.“
- „Ich will wirklich GOTT im Zentrum meines Lebens und meines Dienstes.“

 

Author: Patricia Egli
Quelle: African Link

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