Die kulturellen Unterschiede sind ein Reichtum

Der AGiK Newsletter ist viersprachig. Meine bevorzugte Lesesprache für diese Ausgabe:
de de en en fr fr es es

Bitte ändert mein AGiK Newsletter Abonnement für  auf:

Liebe LeserInnen des interkulturell-Newsletters,

Vor einigen Wochen gab es in der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft einen Zwischenfall, ein «Ausrutscher »l, den die Medien natürlich aufgriffen. Stefan Lichtsteiner, der übrigens dieses Jahr mit Juventus Turin auf dem Rasen glänzt, hat es gewagt, von « wirklichen Schweizern » und « den anderen Schweizern » zu sprechen. Dabei bedauerte er, dass ein anderer Schweizer Spieler, Primin Schwegler, nicht nominiert worden war. Hier das vollständige Zitat :

«Für die Schweiz ist es extrem wichtig, auf die sogenannten Identifikationsfiguren aufzupassen – denn wirklich viele haben wir nicht mehr. Mir geht es nicht um ‹richtige Schweizer› und die ‹anderen Schweizer›, sondern darum, dass sich das Volk weiterhin mit dem Nationalteam identifizieren kann. Es ist ein heikles Thema, das weiss ich. Es ist aber auch ein Thema, vor dem wir uns nicht verschliessen dürfen.»

Diese Worte haben einen kleinen Sturm ausgelöst. Denn eine Trennlinie zwischen den « richtigen Schweizern » und den « anderen Schweizern » zu ziehen, in einer Mannschaft, wo die Secondos – vor allem die Kosovoalbaner – eine beträchtliche Rolle spielen, war ein Tabubruch in der Frage der schweizerischen Identität und bedeutete auch das Risiko einzugehen, der Harmonie einer multiethnischen Mannschaft zu schaden.

Diese Spannung im multikulturellen Schweizer Team ist nicht neu. Aber noch vor einigen Jahren war die Trennlinie eher… zwischen Romands und Deutsschweizern !

Dieser Zwischenfall ist interessant, weil er die Entwicklung der schweizerischen Gesellschaft widerspiegelt. Diese Art von Spannung könnte sich auch in der christlichen Gemeinde ereignen. Zwischen Romands und Deutschweizern, oder zwischen Schweizern, die auf einige Generationen auf dem Friedhof blicken, und den Anderen. Mein Gebet ist, dass wir innerhalb der christlichen Gemeinde eine Mannschaft bilden, in der wir zeigen, dass die kulturellen Unterschiede einen Reichtum darstellen über den wir stolz sind und nicht ein Problem, und wo wir uns bewusst sind, was wir alles gewinnen können, wenn wir zusammen spielen, die Einen mit den Anderen, im Dienst eines gleichen Ziels. Seine Ehre, Sein Reich und Seinen Sieg proklamieren.

 

Michael Mutzner

Generalsekretär des Réseau Evangélique
(Evangelische Allianz in der Romandie)

 


30 Tage Gebet für die islamische Welt

Weltweit beten Christen während des muslimischen Fastenmonats Ramadan für Muslime. Was sind die Gründe und Ziele für diese Fürbitte? Ein großer Teil der etwa 1,3 Milliarden Muslime weltweit beteiligt...

Interkultureller Event 25. April 2015 in Bern

Celebration 2015: Feiern in Gottes buntem Haus

Die Worship-Band der „Comunidade Evangélica International“ aus Zürich gestaltete die Anbetungszeiten mit Temperament, aber auch mit Feingefühl. Die Begeisterung für Jesus Christus war in der...

Flüchtlingssonntag, 21. Juni 2015

Es gibt fast 50 Millionen Flüchtlinge auf der Welt. Fast jeden Tag berichten Medien von Schicksalen und den politischen Spannungsfeldern und Diskussionen in der Schweiz und anderswo. Zum...