Blick nach Österreich - Ein interkulturelles Begegnungszentrum öffnet seine Pforten zum Weltflüchtlingstag

Blick nach Österreich

Ein interkulturelles Begegnungszentrum öffnet seine Pforten zum Weltflüchtlingstag

Angefangen hat alles in der Ulrichsbrücke mit dem Besuch der dort untergebrachten 75 AsylwerberInnen. Bald stellte sich heraus, dass Bedürfnisse neben sozialen Kontakten mit der einheimischen Bevölkerung auch Deutschkurse und Nachhilfeunterricht für die Kinder sind. So konnten mehrere DeutschlehrerInnen gewonnen werden, die teilweise bis heute ehrenamtlich die Grundlagen der deutschen Sprache vermitteln. Wo die Eltern überfordert waren, konnte den Schulkindern Nachhilfe geboten werden.Auch besuchten viele Kinder Sommerfreizeiten, um mal eine ganze Woche „normal“ Kind sein zu können. Weiters wurden verschiedene Feste und Feiern organisiert, um den tristen Alltag für ein paar Stunden vergessen zu können.
 
In der Zwischenzeit hat sich die Situation verändert. Das Flüchtlingsheim ist nach Breitenwang umgezogen. Einige der ehemaligen AsylwerberInnen sind anerkannte Flüchtlinge und leben ein ruhiges und integriertes Leben im Außerfern. Andere AsylwerberInnen arbeiten im Gastgewerbe und wohnen deswegen in Privatunterkünften. So wuchs in den letzten Jahren das Anliegen, eine Lokalität zu schaffen, wo interkulturelle Begegnung im Außerfern stattfinden kann. Der sozial-diakonische Verein International Team Austria unter der Leitung von Peter Biber, welcher weitere interkulturelle Begegnungszentren in Traiskirchen und in Linz betreibt, ist auch Träger dieses neuen Projektes im Außerfern. Er ist Partner der Evangelischen Allianz Österreich und verfügt über ein weltweites Netzwerk an Partnerschaften im Bereich der Flüchtlingsbegleitung.
 
So werden zum Anlass des Weltflüchtlingtages am 20. Juni die Pforten in der Kaiser-Lothar-Str. 6 offiziell eröffnet. Die Lokalität nennt sich InterTreff, und es wird neben persönlicher Hilfestellung für AsylbewerberInnen und Flüchtlinge Zeiten der interkulturellen Begegnung geben.

In Anbetracht der weltweiten Krisenherde wie z.B. in Syrien, Afghanistan, Pakistan, Somalia u.s.w. und den daraus resultierenden Flüchtlingsströme nach Europa, nach Österreich und bis ins Außerfern ist das Team bemüht, mit dem InterTreff einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zum sozialen Frieden zu leisten.

 

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