- Osterbrunch mit türkischen Nachbarn in Winterthur

Osterbrunch mit türkischen Nachbarn in Winterthur


Die Osterfeier begann schon, als über 200 Personen sich eine Stunde vor dem Gottesdienst zum Brunch trafen. Ein ausladendes Buffet aus wunderbar geformten Zöpfen, feinsten selber gemachten "Gonfis" und vielem Mehr liess das Foyer herrlich duften.

Neben uns "Stammkunden" kamen auch viele Gäste. Besonders eingeladen hatten wir unsere türkischen Nachbarn, von denen etwa 40 Personen den Weg in unsere Kapelle fanden. Wir wollten mit ihnen die Osterfreude teilen, waren uns aber auch der Spannung bewusst: Muslime glauben zwar an Jesus als einen Propheten, aber nicht als den von den Toten auferstandenen Sohn Gottes. Deshalb erklärten wir ihnen im Voraus, dass wir Verständnis hätten, wenn sie nur zum Brunch kämen und sich keine Predigt über etwas anhören wollten, das ihnen als Gotteslästerung vorkommen könnte. Um so mehr freute es uns, dass die meisten auch zum Gottesdienst blieben.

Markus Frauchiger, der etwa 20 Jahre mit Interserve in Pakistan gearbeitet hatte, predigte die Osterbotschaft froh und kraftvoll, aber immer mit Respekt vor Andersgläubigen. Ausgehend von Abraham, dem Stammvater von Juden, Christen und Muslimen, erklärte er, wie Jesus als stellvertretendes Opfer von Gott für uns gegeben wurde. Wir verteilten auch einige Exemplare der "4telStunde für Jesus" in türkischer Sprache, dazu wurden etliche türkische Bibeln mitgenommen.

So wie es in 2. Kor 5.18 steht, möchten wir mit möglichst vielen Menschen die Osterfreude teilen: "Gott hat durch Christus mit uns Frieden gemacht und uns den Auftrag gegeben, Botschafter dieses Friedens zu sein." Weil Jesus gestorben und auferstanden ist, können auch wir leben. Gut leben! Erfüllt leben! Ewig leben!

Diese Osterfreude hat mich problemlos auch am Nachmittag durchs Aufräumen und Abwaschen hindurch erfüllt. Sie trägt uns, gerade in schweren Zeiten.

 

Rolf Kleiner

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