Interviews mit internationalen Gemeindeleitern - Was ermutigt afrikanische Pastoren?

Interviews mit internationalen Gemeindeleitern

Was ermutigt afrikanische Pastoren?

„Das Beste, das wir in der Gemeinde erlebt haben? Gottes Macht. Ein Christ war in Ausschaffungshaft. Die ganze Gemeinde hat gebetet und er wurde freigelassen. Das war ein Wunder. Unsere Gemeinde scheint klein zu sein, aber es passieren grosse Dinge mit Gott.“ P. leitet zusammen mit seiner Frau eine afrikanische Gemeinde in Zürich. Er war gern bereit, sich von mir über ihre Gemeinde interviewen zu lassen.

In der letzten Zeit haben wir einen Fragenkatalog zusammengestellt, um von afrikanischen Gemeindeleitern zu erfahren, welche Erfahrungen sie im Gemeindeleben und bei der Evangelisation machen. P. meinte: „Wenn man in der Schweiz die Leute in die Gemeinde bringen will, erlebt man nur Enttäuschungen.“ Von seiner Gemeinde aus gehen sie deshalb immer wieder auf die Strasse und sprechen Leute an. Die Kontakte sind gut, aber kaum jemand findet anschliessend den Weg in die Gemeinde.

Plötzlich hellte sich P.s Miene auf: „Am meisten erlebe ich mit jungen Menschen. Ein paar sind afrikanischer Herkunft, aber sie funktionieren wie Europäer, Secondos halt. Mit Afrikanern fühlen sie sich nicht wohl, mit Europäern auch nicht ganz. Gott hat mir irgendwie die Gabe gegeben, dass sie zu mir Vertrauen fassen. Ich treffe mich mit ihnen und bin regelmässig im Kontakt. Kürzlich haben sich zwei jungen Frauen entschieden, ganze Sache mit Jesus zu machen.“ Dank den Interviewfragen konnte P. erzählen, wie ihn Gott am meisten braucht. Am Schluss waren wir beide ermutigt.

Ein anderes Interview führte ich mit Pastor G.. Er leitet eine internationale Gemeinde in Zürich und legt grossen Wert darauf, dass sie nicht zu afrikanisch tickt: Im Worship lässt er höchstens einen afrikanischer Song zu. Nach dem Gottesdienst gibt es immer etwas zu knabbern, Köstlichkeiten aus aller Welt.

Pastor G. erzählte mir, dass er etwa alle zwei Monate einen Gottesdienst am Samstagabend veranstaltet. Im Programm setzt er gezielt Multimedia ein. Die Gemeindemitglieder sind aufgefordert, ihre Nachbarn oder Freunde einzuladen. Jedes Mal erscheinen neue Leute und einige haben sich schon für Jesus entschieden. Ganz begeistert blätterte G. durch die Fotoalben auf Facebook und zeigte mir Highlights von diesen Anlässen.

Gott braucht Afrikaner in der Schweiz, um sein Reich zu bauen. Wir erleben es als Vorrecht, durch African Link, unseren Dienst mit afrikanischen Gemeindeleitern, etwas davon mitzubekommen.

 


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